Wir haben die Eisgrenze erreicht

Zwischenzeitlich haben wir die Eisgrenze erreicht. Es wird hier auch so langsam richtig kalt. Die aktuelle Temperatur beträgt -­18,2°C bei 27 Knoten Wind. Das ergibt eine Temperatur von ­-45°C wenn man den Windchill mit einrechnet. War mehrere Stunden draußen. Das hält man tatsächlich nur mit voller Polarmontur aus. Heute war ein erster, einstündiger Messflug mit dem EM-Birds, zur Messung der Eisdicken überm Meereis dran. Das war ein voller Erfolg und das Gerät hat gut funktioniert. Mit den gemessenen Daten wird jetzt die Scholle für unser erstes, längeres Eiscamp gesucht.
Robbe auf einer Eisscholle neben POLARSTERN
Robert testet auf dem Helideck ein Messgerät zur Schneedickenmessung

 

Aufräumen nach dem Flug mit dem EM-Bird
Einjähriges Meereis soweit das Auge reicht.

Südgeorgien

Als ich heute Morgen durch das vereiste Bullauge in unserer Kammer geschaut habe, empfingen mich die verschneiten hohen Berge von Südgeorgien bei strahlendem Sonnenschein. Ein faszinierender Anblick. Mein erster Gedanke war, wenn der Weihnachtsmann irgendwo wohnt, dann hier. Wir haben uns heute mit  der Polarstern den ganzen Tag in einem Fjord im Norden der Insel versteckt und eine Menge Dinge gemacht, die man nur ohne Seegang machen kann. Der Zylinderkopf von einer Maschine musste gewechselt werden, Messgeräte wurden kalibriert und unsere Forschungstaucher haben einen ersten Tauchgang unternommen.

Es hat gut getan mal wieder Land zu sehen. Mit Einbruch der Dunkelheit sind wir nach getaner Arbeit wieder los, Richtung Süd. Hier ein paar visuelle Eindrücke.

 

Zerklüftete Fjordlandschaft von Südgeorgien
Die höchsten Berge sind fast 3.000 Meter hoch

 

Bei der Kälte ist auch POLARSTERN vereist

 

Die Forschungstaucher helfen sich gegenseitig beim anziehen der Trockenanzüge

Bordalltag im Southern Ocean

Heute Morgen wurde eine Mooring aus über 3.000 Meter Wassertiefe geborgen, die Polarstern vor eineinhalb Jahren hier abgesetzt hat. So eine Mooring sammelt jede Menge Daten über den Ozean. An diese kommt man aber nur wieder ran, wenn man das Teil auch tatsächlich einfängt. Entsprechend spannend war dann auch, ob die Schwimmkörper, nach dem ferngesteuerten Auslösen an der Wasseroberfläche auftauchen. Nach langen 30 Minuten warten, solange benötigen die Schwimmkörper für den Weg nach oben, sind diese dann erwartungsgemäß an der Oberfläche erschienen. Hier ein paar Bilder.
Bergen der Mooring bei schwerem Wetter
Die Schwimmkörper erscheinen an der Wasseroberfläche
Meine zwei Kollegen von der Meereisphysik, Thomas und Robert beim Messflug mit dem EM-Bird

Sturm 9 BFT und 7 Meter signifikante Wellenhöhe

Gestern hat uns der angekündigte Sturm erreicht. Die Wellen waren erstaunlich hoch. Das Arbeitsdeck und das D-Deck wurden draußen gesperrt, da sie immer wieder von riesigen Brechern geflutet wurden. Mein Arbeitsplatz habe ich auf dem D-Deck, das sich in 7 Metern Höhe befindet. Dort sitze ich sozusagen in der ersten Reihe und kann gut beobachten, was unten auf dem Arbeitsdeck abgeht. Gestern waren die Wellen so hoch, dass ich regelmässig nach oben schauen musste, um die Wellenkämme zu sehen. Wirklich beeindruckend ist auch wie gut die Polarstern bei solchen Bedingungen im Wasser liegt. Ein tolles Schiff!

Blick aus dem Fenster an meinem Arbeitsplatz – Haushohe Wellen bei 45 Knoten Wind.

            

Zurück auf den Falklands

 Nachdem ein Kollege ernsthaft krank geworden ist, sind wir zurück zu den Falklands gefahren. Die Inseln präsentieren sich uns kalt und windig mit Scheeschauern. Laut Wikipedia gibt es auf den Falklands 200 Tage im Jahr Niederschlag. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 5°C. Bekannt wurden die Inseln vor allem durch den Falklandkrieg 1982, bei dem Argentinien die zu Großbritannien gehörenden Inseln besetzt hat. Seit 1985 haben die Falklands eine eigene Verfassung. Das Parlament besteht aus acht Mitgliedern, die für vier Jahre gewählt werden und dem Gouverneur.
Die Polarstern liegt momentan im Berkeley Sound im Nordosten der Insel Ostfalkland. Nachdem unser Kollege mit dem Helikopter ausgeflogen wurde, kalibrieren wir noch diverse Messgeräte. Heute Abend werden wir die Fahrt fortsetzen. Unser Meteorologe vom DWD an Bord, hat Sturm aus West bis Südwest mit 9 BFT bei einer signifikanten Wellenhöhe von 7 Metern angekündigt. Das wird wohl ziemlich unkomfortabel werden.

 

Vom Peildeck in den Berkely Sound geschaut
Unser kranker Kollege wird mit dem Helikopter ausgeflogen
Schattenspiele, ein Eindruck von unterwegs

Die ersten Tage

Nun sind wir schon den dritten Tag auf See. Das Wetter ist nicht schlecht. Wir haben momentan ordentlich Wind (7-8 BFT) schräg von hinten. Das Schiff liegt für die Verhältnisse recht ruhig im Wasser. Die signifikante Wellenhöhe beträgt momentan ca. 4 Meter. Wir haben die Falkland Inseln südlich passiert. Unsere aktuelle Position könnt Ihr unter dem Menüpunkt “Positionsmeldungen” sehen.
Unser Material haben wir zwischenzeitlich ausgepackt. Ein erster Test mit dem EM-Bird am Boden ist positiv gelaufen. Sobald das Wetter ruhiger ist und man mit dem Helikopter fliegen kann, wollen wir einen ersten Testflug machen, um zu sehen, ob alles auch in der Luft funktioniert.
Thomas und Robert bei ersten Tests

Unsere Antarktis Winter-Expedition beginnt

Patagonien liegt wirklich am Ende der (zivilisierten) Welt. Die Anreise hat 36 Stunden gedauert und ich hatte 52kg Gepäck zu schleppen. Jetzt sind wir in Punta Arenas an der Magellanstraße. Die Polarstern liegt im Hafen und um 13:00 Uhr Ortszeit werden wir einschiffen. Als wir angekommen sind, waren Stefan und Christiane noch da. Die zwei sind auf dem Fahrtabschnitt vor uns auf der Polarstern gewesen und gehen jetzt nach Deutschland zurück. Wir sind noch zusammen Essen gegangen. Ein nettes Treffen mit den Kollegen am anderen Ende der Welt. Die kommenden Monate sind wir zu dritt, von der Meereisgruppe auf der Polarstern. Thomas, Robert und ich. Bin mal gespannt, was wir da so alles erleben werden.

 

Aktueller Blick aus meinem Hotelfenster

Nordsee – NOK – Ostsee

Wenn man auf der Nordsee segeln will, muss man den Wecker stellen, da man gegen den Tidenstrom nur sehr schwer ankommt. In Bremerhaven sind das bis zu 4 Knoten, die einem helfen dem Ziel näher zu kommen oder die einen abbremsen, falls man den Strom gegen sich hat.
Die letzten Wochen haben Susanne und ich Urlaub gemacht. Wir sind via Helgoland durch den Nord-Ostsee Kanal (NOK) in die Schlei gefahren und dann das ganze wieder zurück. Auf dem letzten Abschnitt haben uns die Kinder begleitet. Das Wetter war die ganze Zeit sehr gut, aber leider meist etwas schwachwindig. Hier ein Paar Bilder.
Vollmond auf Helgoland

 

Vor Anker in einem See am Nord – Ostsee Kanal (NOK)

 

Beste Segelbedingungen auf der Ostsee

 

Maasholm an der Schlei

 

Ankern in der Kieler Förde

 

Manchmal wird es im NOK ziemlich eng

 

Eine Liegestelle im Nord – Ostsee Kanal
Cuxhaven

 

Die Crew der XENIA II

 

Ohne Worte
Tobias macht Kunststücke im Sand

 

Der Tidenhub an der Nordsee ist gewaltig

 

Kegelrobben beim Sonnenbad

 

Auf der Düne

 

Päckchen liegen

 

Der Binnenhafen von Helgoland

 

Die Lange Anna von Helgoland
Leuchtturm Roter Sand