Schwere Eisfahrt

Die Fedorov hat wesentlich mehr PS als Polarstern. Sie ist auch länger und breiter. Aber sie ist kein Eisbrecher sondern ein eisgängiges Versorgungsschiff. Wenn das Eis zu dick wird bleibt sie stecken. Dann muss sie zurück setzten und Anlauf holen.

Man kann sich das ungefähr so vorstellen dass sich Fedorov verhält wie ein Vorschlaghammer, der das Eis zertrümmert. Polarstern verhält sich eher wie ein Messer, das das Eis durchschneidet in dem sie auf das Eis drauf fährt, hoch gehoben wird und dann das Eis über Ihr Gewicht nach unten zerbricht.

Fedorov hat die ganze vergangene Nacht die Vorschlaghammer-Methode angewandt und wir sind kaum vorwärts gekommen. Jetzt sind wir wieder in dünnerem Eis, so dass wir jetzt wieder zügig unterwegs sind.

19.10.2019: Markus Rex Audio Logbuch-Eintrag Tag 30

2 Antworten auf „Schwere Eisfahrt“

  1. Moin Martin Schiller,
    mit Begeisterung und Interesse hab ich Deine Posts vom Eis des Nordens verfolgt — Danke dafür !!
    Was eine spannende und uns Menschen und euch Wissenschaftler (bin Künstler und Kunsttherapeut) verbindende Expedition, die auch mit dem Anknüpfen an Nansens Reise einen wichtigen Beitrag zu mehr als physischer Klimaforschung leisten wird …
    Gerne mehr davon ! ⛵️
    gute Heimkehr erstmal — wann wirst Du auf die Scholle zurückkehren?
    Herzliche Grüße
    Jens Sieverts

    1. Moin Jens,
      Danke für Deine netten Worte und die Grüße.
      Wir sind jetzt schon relativ dicht an der norwegischen Küste und werden voraussichtlich übermorgen in Tromsö einlaufen. Erstaunlich wie weit die LTE Verbindung funktioniert. Seit ein paar Stunden haben wir Mobilfunkabdeckung. Zur Scholle zurückkehren werde ich nächstes Jahr zum 6.Abschitt von MOSAiC.
      Viele Grüße von der Barentssee
      Position 71°07’N 030°29’E

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