Sea Survival Training

Baden im Winter
Hier ein paar Bilder vom Sea Survival Training, an dem wir zur Vorbereitung auf die kommenden Polar- Expeditionen teilnehmen müssen. Die Kursausschreibung vom Anbieter Fielax liest sich folgendermaßen:

Die Kursinhalte richten sich an alle, die sich Wissen in Überlebenstechniken auf See aneignen und im Rahmen eines praktischen Übungsteils anwenden wollen. Das vermittelte Wissen ist Bestandteil des international anerkannten Standards STCW 95 und entspricht den durch die IMO formulierten Anforderungen. Das Kurskonzept wurde durch den Germanischen Lloyd zertifiziert.


Im Winter mit einem Überlebensanzug “baden” zu gehen ist eine interessante Erfahrung. Man ist in den Teilen doch recht unbeweglich und es ist anstrengend aus dem Wasser in die Rettungsinsel zu kommen. Ohne so einen Anzug hätte man aber schlechte Chancen in dem kalten Wasser. Interessant fand ich auch eine Statistik über die seitherigen Notwasserungen mit einer DC3, die zeigt das über 75% der Beteiligten, aufgrund der Ausrüstung und Ausbildung überlebt haben. Da zieht man die Anzüge doch gleich viel gerner an.

 

Unser Instruktor bei der Arbeit
Wir haben natürlich auch ordentlich Spaß

 

Kraftakt Rettungsinsel umdrehen

Trans-Ocean hat einen neuen Vorstand gewählt

 
Heide Wilts

Am vergangenen Samstag war ich auf der außerordentlichen Hauptversammlung des Trans-Ocean e.V. in Cuxhaven. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt und in meinen Augen stehen die Chancen gut, dass der TO nun wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Für mich sehr interessant war auch meine Nebensitzerin Heide Wilts, die mir über den Baufortschritt ihrer neue Freydis berichtet hat. Heide und Erich Wilts hatten Ihre alte Freydis bei der Tsunami Katastrophe in Fukushima / Japan verloren.

Testflug mit der Polar 5

Eisdickenmessungen machen wir unter Anderem mit einem EM-Bird, der an einem Helikopter oder einem unserer Polarflugzeuge betrieben wird. Gestern waren meine Kollegen Stefan, Thomas, Robert, Dirk und ich mit der Polar 5 auf der Nordsee unterwegs. Hier ein paar Bilder vom Testflug.

Die Polar 5 mit montiertem EM-Bird zur Eisdickenmessung im Hangar
Unsere Piloten hatten viel Schreibarbeit: Flugplan, Tieffluggenehmigung, Sicherheitseinweisung, …

In nur elf Monaten wurde die POLAR 5 vom Oldtimer in einen Hightech-Eisvogel verwandelt. Die amerikanische Firma Basler Turbo Conversions hat sich auf die Modernisierung von DC-3-Maschinen spezialisiert. Sie verlängerte zunächst den Rumpf und verbaute moderne Technik in Cockpit und Antrieb. Die alten Motoren wurden durch zwei Turboprop-Triebwerke ersetzt, jeweils 1281 PS stark. Man verwendet die DC3, weil sie mit Kufen ausgestattet werden kann und bei den extremen Bedingungen in der Arktis und Antarktis funktioniert. Moderne Flugzeuge tun sich damit schwer.

 

Hier sieht man den EM-Bird recht gut. Das Teil wird während der Messung auf eine Höhe von 100 Fuß (ca. 30m) über dem Eis, mit einer Winde an 200 Fuß Kabel heruntergelassen. Die Polar 5 hat dabei eine Geschwindigkeit von 100 Knoten und der Bird darf auf keinem Fall eine Grundberührung haben. Eine echte Herausforderung für die Piloten.

 

Helgoland durch die Luftschraube gesehen.
Unsere Piloten bei der Arbeit

 

Stefan und Robert an der Bird-Steuerung

 

Polar 5 im Tiefflug bei schönem Licht

 

Dirk an der Winde. Auf dem Bildschirm sieht man den Bird, wie er gerade zurück in die Halterung am Flugzeug gefahren wird.

 

Auf der Nordsee hat es teilweise Eis.
Dirk angeschnallt beim Landeanflug

Testaufbau Strahlungsmessstation

Heute haben wir die Strahlungsmessstation für Spitzbergen, testweise auf dem AWI Dach des Gebäudes F aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein hatte es nahezu arktische Lufttemperaturen. Gemessen wird von der Station das sogenannte Albedo des Meereises.
Beim Aufbau der Station
Foto: Dirk Kalmbach

 

Die Radiometer für den Testbetrieb.  Beim späteren Messbetrieb schaut ein Radiometer nach oben, eines schaut nach unten, eines wird ins Eis eingebaut und das vierte kommt unter das Eis ins Wasser.

 

Dirk und Christian beim Prüfen der ersten Messdaten.