Ankern in ruhigen Buchten und einfach mal ausspannen

Nach den anstrengenden Vorbereitungen für die MOSAiC Expedition, hat es doch noch geklappt etwas Urlaub zu machen. Hier ein paar Bilder von unterwegs.

Die meiste Zeit sind wir vor Anker. Am besten gefallen uns ruhige Buchten mit schönen Wandermöglichkeiten.
Die Fjorde in Dänemark sind von Deutschland aus schnell zu erreichen und wunderschön.
Per Zufall haben wir das Schwesterschiff von INFINITY getroffen. Die Boote wurden gemeinsam bei Van Dam gebaut und es gibt laut Aussage der DOMINGO Eigner (sie sind die Ersteigner) nur diese beiden Schiffe mit diesem Riss. INFINITY hat jedoch ein Hardtop und blaue Streifen, DOMINGO hat eine feste Scheibe und rote Streifen.
Bei Sonderborg
Abendstimmung an der Schlei
Mondaufgang auf Helgoland

Sturmflut an der Nordsee

Heute brachte das Sturmtief Benjamin eine Sturmflut nach Bremerhaven. Die Spitzenböen fegen bei Hochwasser mit 53 Knoten über die INFINITY weg. Auf Helgoland hat der DWD 60 Knoten gemessen.

Die südliche Hafenmole am Eingang zum Fischereihafen ist komplett überspült. Da wo der grüne Turm steht ist normalerweise die Hafeneinfahrt.
Land unter an der Geestemündung. Zum Glück haben alle ihre Autos rechtzeitig vom Parkplatz entfernt. Man erkennt auch gut die geschlossenen Fluttore zur Innenstadt.

Adventszeit

INFINITY im weihnachtlich beleuchteten Hafen

Die Vorweihnachtszeit im Hafen ist schon etwas spezielles. Seit Anfang Dezember hat die Stadt die Weihnachtsbeleuchtung installiert. Überall leuchtet und glitzert es. Das ist gut so, denn die Tage sind sehr kurz. Wenn man morgens zur Arbeit geht ist es fast noch dunkel und wenn man Feierabend hat ist es schon wieder dunkel. Sturmböen und heftige Schauer wechseln sich mit Windstille ab. Das hat einen rauen Charme, aber ehrlich gesagt freue ich mich schon wieder auf den Sommer.

Georg Schimmelpfennig ist aufgebrochen

Vor 50 Jahren gab es noch so gut wie keine Einhand Weltumsegelungen. Die britische Zeitung Sunday Times hat 1968 das Golden Globe Race ausgeschrieben. Ein Rennen um die Welt mit Segelbooten, das Solo (Einhand) und Nonstop (ohne Zwischenstop) laufen musste. Die Teilnehmer des damaligen Rennens sind auch heute noch Segellegenden. Der Gewinner des Rennens – Robin Knox-Johnston – wurde sogar von der Britischen Königin zum Ritter geschlagen. Die Segelikone Bernard Moitessier hat bei dem Rennen eine Lebenskriese bekommen und ist in Führung liegend nach dem Kap Hoorn nicht nach Europa abgebogen, sondern weiter nach Tahiti gesegelt. Seine Erlebnisse und Gedanken die er während des Rennens hatte, kann man in seinem Buch Der verschenkte Sieg nachlesen. Im Gedenken an dieses legendäre Rennen sind 50 Jahre später 25 Segler zu einer Einhand Nonstop Tour um die Welt aufgebrochen. Die Longue Route 2018.

Einer der Teilnehmer, Georg Schimmelpfennig startete heute Morgen um 11:15 von Bremerhaven aus. Georg ist TO-Mitglied und sein Boot Hekla (Cumulant 38 in Alu) fährt unter dem TO-Stander. Gemeinsam mit Ego Lutomsky (2. TO-Vorsitzender)habe ich heute morgen in meiner Funktion als TO-Pressereferent Georg offiziell verabschiedet.

Am Sonntag haben mich Georg und seine Frau Beate auf der INFINITY besucht.

 

Beate trennt für Georg den Landstrom, kurz vor der Abfahrt. Wenn alles gut geht wird das Kabel in ungefähr 300 Tagen wieder eingesteckt.

 

Egon, Georg, Martin (von rechts nach links)

Heimkehr Hamburg

Heimkehr Hamburg beim Ankermanöver

Wie es der Zufall so will kam gestern die Heimkehr Hamburg den Großen Belt Richtung Norden hoch. Eine kurze SMS an Bert und Marlene, dass wir in Korshavn vor Anker liegen und schon hatten wir ein inoffizielles TO-Treffen in einer schönen Ankerbucht. Ich kenne die beiden, da wir gemeinsam ehrenamtlich für den TO (Trans-Ocean e.V.) tätig sind.

Bei der Ankunft der beiden gab es Kaffee und Süßspeise auf der INFINITY und den Abend haben wir gemeinsam auf der Heimkehr verbracht. Das Boot der beiden besticht durch ein ungewöhnliches Gesamtkonzept, das an einen Fischkutter angelehnt ist. Es gibt auch viele, sehr gute Detaillösungen, die sich die beiden ausgedacht haben.

Bert und Marlene

 

Als wir uns kurz vor Mitternacht aufgemacht haben, ging gerade der Mond unter. Die Stimmung und das Wetter waren perfekt.

Wie kommt man an Land wenn man vor Anker liegt?

Mit INFINITY liegen wir viel vor Anker. Wir mögen das aus mehreren Gründen. Zum einen hat man dann seine Ruhe und muss sich nicht mit überfüllten Häfen auseinandersetzen. Zum anderen ist es sehr einfach und schnell. Ankommen, Anker einfahren, fertig. Man braucht keine Festmacher, keine Fender und auch keinen Hafenmeister. Damit man an Land kommt, haben wir ein fertig aufgeblasenes Schlauchboot (RIB) hinten quer an der INFINITY hängen. Man braucht es nur mit zwei Flaschenzügen ins Wasser lassen, und schon ist man mobil. Und zwar ziemlich mobil. In Svendborg hatten wir zum Beispiel etliche Kilometer von der Stadt entfernt geankert, weil der Ankerplatz gut geschützt und idyllisch war. Mit dem Schlauchboot ist man in wenigen Minuten in der Stadt. Das Teil ist über 17 Knoten (ca. 30km/h) schnell und das übers Wasser Flitzen macht auch mir als Segler richtig Spaß.

 

Faaborg vor Anker neben dem Yachthafen

 

Klatschmohn macht sich auch an Bord ganz gut.

 

Svendborg

 

Lustige Idee

 

 

Svendborg Kulturoase

 

INFINITY ist nach vielen Nächten vor Anker mal wieder in einem Hafen (Nyborg)

 

Interessante Wohnlage in Nyborg am Schloßgraben

Die dänische Südsee ist einfach traumhaft

Die ersten Tage unseres Urlaubs waren wir schnell unterwegs. Wir hatten fast immer 4 BFT aus perfekter Richtung. Da geht es der INFINITY wie den meisten anderen Segelbooten. Bei 4 BFT und Vollzeug fühlt sie sich wohl und macht Seemeilen. Für gestern Nacht war viel Wind angesagt. Wir sind darum in der schönen, gut geschützten Ankerbucht, vor dem Yachthafen in Faaborg in Deckung gegangen. Heute gab es dann einen Ankertag mit Ausflug in das Städtchen. Hier ein paar aktuelle Bilder.

 

In der Kieler Förde vor Anker

 

INFINITY in der Ankerbucht von Lyö

 

Dänische Südsee

 

Hier scheint die Welt in Ordnung zu sein.

 

Faaborg

Segeln ist schön

Gestern Abend sind wir mit den Männern zum Segeln auf die Weser. Der Geschwindigkeitszuwachs durch das saubere Unterwasserschiff ist enorm. Das haben Susanne und ich schon bei der Fahrt zurück von Vegesack nach Bremerhaven bemerkt. Hin zur Werft haben wir fünf Stunden gebraucht und zurück dauerte es nur noch drei. Bei fast identischen Bedingungen. Auch die Reparatur des Ruders hat sich bewährt. Es läuft nun so leichtgängig wie man es erwartet. Da kommt wieder richtig Freude beim Segeln auf.

Die Stimmung an Bord ist hervorragend.

 

Foto: Jerry Manley – Männerhauskreis auf der INFINITY

INFINITY steht hoch und trocken

INFINITY steht hoch und trocken bei der Winkler Bootswerft in Vegesack

INFINITY war nun die vierte Saison ununterbrochen im Wasser. Es musste dringend das Untewasserschiff von den Muscheln befreit und neues Antifouling gestrichen werden. Das seither verwendete (AWLGRIP AWL®STAR ALUMINIUM LABEL ANTIFOULING) wir zwischenzeitlich nicht mehr hergestellt. Ein Wechsel des Antifoulings macht viel Arbeit, da das Unterwasserschiff dann komplett geschliffen werden muss. Beim neuen Antifouling habe ich mich für Seajet 034 Emperor entschieden. Das ist für Aluminium Schiffe zugelassen und hat in Testberichten sehr gute Noten erhalten. Bin mal gespannt wie es sich im echten Leben bewährt.

Ein Problem hatte INFINITY bei hohen Temperaturen. Da wir in Norddeutschland nun schon seit Wochen sehr hohe Temperaturen haben war klar auszumachen, dass das Ruder ein Lagerproblem hat. Wenn das Wetter heis wird geht das Ruder analog zur Lufttemperatur schwergängiger. Das ist ein Effekt den man bei norddeutschem Wetter normalerweise nicht bemerkt.

Für die Demontage des Ruderblattes war massiver Geräteeinsatz nötig

Da INFINITY sowieso für die Erneuerung des Unterwasserschiffs an Land musste, hatte es sich angeboten das Problem auch gleich beheben zu lassen. Das Ruderblatt musste ausgebaut werden. Dabei hatte sich gezeigt, dass das untere Ruderlager, welches die Kielunterkante mit dem Ruderblatt verbindet in Ordnung war. Auch das obere SKF Kugellager, das die Kräfte des Ruderquadranten aufnimmt war in Ordnung. Das Lager im Ruderkoker war jedoch zu eng und hatte dafür gesorgt, dass das Ruder schwergängig war. Die Bootsbauer von der Winkler Bootswerft bei Vegesack haben das Lager ausgebaut und auf der Innenseite ausgedreht.

Unteres Ruderlager

 

Oberes Ruderlager (SKF-Kugellager) in geöffnetem Zustand

 

Das Ruderlager im Ruderkoker hatte das Problem

 

INFINITY mit ausgebautem Ruderblatt

INFINITY hat einen neuen Liegeplatz

Neuerdings findet man die INFINITY am Steg D der Lloyd Marina in Bremerhaven. Der Platz ist weiter von der Schleuse weg als der Steg X. Dadurch hat man nicht mehr die ganzen Abgase, der auf die Schleusung wartenden Boote und Schlepper im Cockpit. Am Hafen wird sehr viel gebaut. Das ist momentan laut und lästig, aber der Lärm der stark befahrenen Straße hinter den neuen Häusern wir gut abgeschirmt.

Am neuen Liegeplatz. Mit der Sonne kommen auch so langsam die Nachbar-Boote.