Tetris auf der Pier

Auch Pistenbullys und zwei Helikopter sind an Bord

Polarstern ist im Hafen von Tromsø und muss geladen werden. Und zwar so, dass man alles dann zur Hand hat, sobald es gebraucht wird. Die letzte Woche wurden die Container entsprechend umgepackt. Das ist ein riesiger logistischer Aufwand. Mann kann sich gar nicht vorstellen, dass das alles in Polarstern rein passt, wenn man die ganze Fracht auf der Pier stehen sieht.

Das muss alles mit. Auch das was im Zelt steht.
Polarstern beim Beladen an der Pier von Tromsø

Angekommen in Tromsø

Die Brücke von Tromsø

Heute startet für mich die MOSAiC Expedition. Im Gegensatz zu früheren Expeditionen darf bei MOSAiC von den Teilnehmern frei gebloggt werden. Die einzige Beschränkung ist die Größe der einzelnen Beiträge. Die dürfen maximal 50kByte haben, weil alles via Satellit übertragen werden muss. Da wird es schwierig mit hochauflösenden Bildern. Werde trotzdem versuchen regelmäßig von Bord zu berichten – auch mit Bildern.

Im Landeanflug mit dem Handy fotografiert

Bald startet die MOSAiC Expedition

Dieses nette Video zeigt den abschließenden Test unserer ROV’s (Tauchroboter)

Nachdem alle Container gepackt sind und nach Tromsø geschickt wurden, ist es jetzt ruhiger geworden bei der Arbeit. Es sind nur noch letzte Vorbereitungen zu treffen.
Am 13. September werde ich nach Tromsø reisen und Vor-Ort noch letzte Dinge organisieren. Am 20. September gegen 20:00 werden wir mit Polarstern zur MOSAiC Expedition aufbrechen.

MOSAiC Vorbereitungs Training

In der zweiten Woche in Finnland wurde es richtig kalt. Die Temperatur sank weit in den zweistelligen Minusbereich. Für uns hatte das den Vorteil, dass wir das neue Material auch unter diesen Bedingungen testen konnten.

Mit Rintu beim Ausbringen einer FloeNavi Basisstation. Foto: Niels Fuchs (AWI)

Schneedrift bei viel Wind und Kälte.

Kollegen auf dem Eis

Wir hatten Besuch von der Tagesschau. Man beachte die schwarzen Lackschuhe des Reporters, der im Schnee liegend mit Antonia im Eisloch ein Interview macht. Er muss furchtbar gefroren haben. Es war so kalt, dass irgendwann die Fernseh-Kammera den Geist aufgegeben hat.

Eine Basisstation des neu entwickelten Navigationssystems zur Orientierung auf einer driftenden Eisscholle

Internationale Zusammenarbeit. Wissenschaftler aus Niederlande, Norwegen, China, Indien und Deutschland am AWI FloeNavi

Hier ein paar Links mit Medienberichten:

Tagesschau Bericht vom 04.03.2019

BR Radio Bericht vom 04.03.2019

Buten un Binnen Bericht vom 06.03.2019

Polarlichter in Finnland

Seit einer Woche bin ich jetzt in Finnland am nördlichsten Zipfel der Ostsee. Wir machen hier ein Vorbereitungstraining für alle Wissenschaftler die an der einjährigen MOSAiC Expedition  teilnehmen werden. Das ist nötig, damit alle Expeditionsteilnehmer die Daten in gleicher Art und Weise erheben und diese dann über den gesamten Zeitraum vergleichbar sind.

Die Teilnehmer kommen aus Neuseeland, Kanada, Russland und noch vielen weiteren Nationen. Meine Aufgabe ist es ihnen zu zeigen, wie Navigation auf einer driftenden Eisscholle funktioniert. Die erste Gruppe hat heute ihren letzten Tag und wird uns morgen früh verlassen. Als Abschiedsgeschenk gab es am Abend noch spektakuläre Polarlichter.

Polarlichter bei knackiger Kälte sind einfach schön.

Wie misst man die Dicke des Eises möglichst genau und einheitlich.

Motorschlitten fahren und Sicherheit auf dem Eis gehören zu den Basiseinheiten die vermittelt werden.

MOSAIC Expedition

Gestern gab es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Pressekonferenz zu unserer MOSAIC Expedition. Damit wird die Expedition das erste Mal den Medien und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Hier ist der Trailer zur Expedition, damit Ihr Euch ein Bild davon machen könnt um was es geht (etwas reißerisch).

 

Die Tagesschau hat auch gleich berichtet.

Den Mitschnitt der Pressekonferenz könnt Ihr hier sehen.

Klimaforschung in den Polarregionen

Der Fachbereich Klimawissenschaften für den ich am Alfred-Wegener-Institut arbeite hat eine gelungene Broschüre über unsere Arbeit veröffentlicht.

Das Magazin kann hier herunteggeladen werden (26MB)

Auf den Spuren des Wandels

Als Polarforscher haben wir das Glück, in einzigartigen Naturräumen arbeiten zu dürfen. Die Arktis fesselt durch die rauen Gletscherfjorde Grönlands und Spitzbergens, durch Begegnungen mit wachsamen, elegant auf Eisschollen dahinschreitenden Eisbären und durch die scharfen  Kontraste, die sich aus dem Zustrom warmen Wassers aus den Subtropen und den arktischen Kaltluftausbrüchen ergeben. Auf Antarktis-Expeditionen an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern erleben wir die stürmische See der „Furious Fifties“ und „Screaming Sixties“ und die majestätische Stille des eisbedeckten Ozeans und der darin dahingleitenden Tafeleisberge in einer der vom Menschen unberührtesten Regionen unseres Planeten.

Wie uns diese Faszination und unsere Neugierde antreiben, erfahren Sie in Auszügen in diesem Heft. Begleiten Sie uns auf Meereismessflügen in der Arktis, bohren Sie mit uns durch das zweitgrößte Schelfeis der Antarktis oder schauen Sie unseren Mathematikern dabei über die Schulter, wie sie neue Methoden für die Klimamodellierung entwickeln. Dabei werden Sie einen Eindruck davon gewinnen, wie vieler Puzzleteile es bedarf, um ein umfassendes Bild von den vielseitigen physikalischen Prozessen des Klimageschehens in den Polarregionen zu erhalten.

Aus dem Editorial unseres Fachbereichsleiters Prof. Dr. Torsten Kanzow

Frühling in Deutschland

Gerade sitze ich im Zug nach Bremerhaven. Mit vier Tagen Verspätung wegen schlechtem Wetter komme ich heute um 16:30 dort an. So ist es halt mit Expeditionen. Da kann man nicht immer alles genau planen.

Während meiner Abwesenheit, ist in Deutschland offensichtlich der Frühling ausgebrochen. Die Pflanzen wollen grün werden und die Sonne ist schon richtig warm. Welch ein schöner Empfang nach der eisigen Kälte auf Spitzbergen.

 

Die Förderanlagen der Svea Kohlegrube stehen noch. Seit letztem Jahr wird keine Kohle mehr gefördert.

 

Schnee und Eiswüste

 

Unten im Tal liegt Svea

 

Das Wetter wurde besser und wir konnten bei Sonne zurück nach Longyearbyen.

Svea – Mijenfjorden Svalbard

Der Aufenthalt in Svea dauert länger als geplant. Das Ausbringen der Messgeräte im Mijenfiord hat trotz sehr schlechtem Wetter gut geklappt. Aber wir hängen jetzt schon zwei Tage hier fest und können nicht zurück nach Longyearbyen. UNIS Logistik hat wegen den üblen Bedingungen die Rückfahrt verboten und wir müssen hier in Svea bleiben. Schneesturm mit 8 BFT und -25°C ergibt eine Windchilltemperatur von -58°C laut Tabelle. Morgen soll das Wetter besser werden.

 

Pause bei der Fahrt nach Svea.

 

Blick runter auf das Reindalen

 

Den Slakbreen Gletscher hoch. Als wir später die Wolkengrenze erreicht hatten, wurde die Sicht sehr schlecht.

 

Faszinierendes Licht

 

Schneeboie und Strahlungsmessstation mit integrierter Wetterstation

 

SIMBA Ice Mass Balance Array

 

Auf dem Meereis im Mijenfiorden

 

Wir übernachten bei der Svea Kohlegrube – Blick aus meinem Fenster