Georg Schimmelpfennig ist aufgebrochen

Vor 50 Jahren gab es noch so gut wie keine Einhand Weltumsegelungen. Die britische Zeitung Sunday Times hat 1968 das Golden Globe Race ausgeschrieben. Ein Rennen um die Welt mit Segelbooten, das Solo (Einhand) und Nonstop (ohne Zwischenstop) laufen musste. Die Teilnehmer des damaligen Rennens sind auch heute noch Segellegenden. Der Gewinner des Rennens – Robin Knox-Johnston – wurde sogar von der Britischen Königin zum Ritter geschlagen. Die Segelikone Bernard Moitessier hat bei dem Rennen eine Lebenskriese bekommen und ist in Führung liegend nach dem Kap Hoorn nicht nach Europa abgebogen, sondern weiter nach Tahiti gesegelt. Seine Erlebnisse und Gedanken die er während des Rennens hatte, kann man in seinem Buch Der verschenkte Sieg nachlesen. Im Gedenken an dieses legendäre Rennen sind 50 Jahre später 25 Segler zu einer Einhand Nonstop Tour um die Welt aufgebrochen. Die Longue Route 2018.

Einer der Teilnehmer, Georg Schimmelpfennig startete heute Morgen um 11:15 von Bremerhaven aus. Georg ist TO-Mitglied und sein Boot Hekla (Cumulant 38 in Alu) fährt unter dem TO-Stander. Gemeinsam mit Ego Lutomsky (2. TO-Vorsitzender)habe ich heute morgen in meiner Funktion als TO-Pressereferent Georg offiziell verabschiedet.

Am Sonntag haben mich Georg und seine Frau Beate auf der INFINITY besucht.

 

Beate trennt für Georg den Landstrom, kurz vor der Abfahrt. Wenn alles gut geht wird das Kabel in ungefähr 300 Tagen wieder eingesteckt.

 

Egon, Georg, Martin (von rechts nach links)

Martin Schiller

Seit 2011 bin ich Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Aus diesem Grund erscheinen auf diesem Blog nicht nur Beiträge zum Segeln, sondern auch über meine Arbeit in der Polarforschung. In Bremerhaven lebe ich auf der Segelyacht INFINITY.

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