Vom Leben auf einem Forschungsschiff

Um 07:00 Uhr Bordzeit klingelt mein Wecker. Um 07:30 gibt es Frühstück in der Messe II auf dem C-Deck. Das Frühstück auf der Polarstern ist wie alle Mahlzeiten sehr reichhaltig und gut. Ich esse jedoch eigentlich immer das gleiche. Einen Pfannkuchen und ein Brötchen, jeweils mit Marmelade. Dazu einen Kaffee mit Milch.

Um 08:15 ist dann Besprechung in der Bordwetterwarte. Dort wird entschieden ob die Wetter-Bedingungen für einen EM-Bird Flug taugen, oder nicht. Danach wird je nach dem ein Birdflug vorbereitet und durchgeführt, bei Bedarf irgend etwas repariert oder aufs Eis gegangen um Messungen durchzuführen. Mittagessen gibt es dann um 11:30. Im Anschluss wird gearbeitet bis es um 17:30 Abendessen gibt. Wobei ich meistens noch um 15:00 das Angebot einer kleinen Pause bei Kaffee und Kuchen wahrnehme. Nach dem Abendessen gibt es dann je nach Arbeitsdruck eine Pause bis zum zentralen Meeting aller Wissenschaftler um
19:30 am Abend. Es folgt E-Mails bearbeiten und sonstige Kleinigkeiten erledigen. Meist fall ich dann gegen 22:00 ziemlich müde ins Bett. Wie Ihr seht, haben die Mahlzeiten an Bord, neben der Arbeit einen sehr hohen Stellenwert. Das kommt wohl vor allem durch den hohen Energieverbrauch, wenn man auf dem Eis arbeitet. Außerdem geben die regelmäßigen Mahlzeiten den Tagen eine gewisse Struktur, da die Anforderungen bei der Arbeit jeden Tag unterschiedlich sind. Man kann zwar planen, aber nie genau sagen, was als nächstes passiert. Wenn es dumm läuft fallen die Mahlzeiten einfach aus, weil man nicht dazukommt rechtzeitig da zu sein 🙂

Hier noch ein paar Bilder der letzten Tage.

 

Leichter Schneefall ohne Wind.
Eine Stimmung fast wie Weihnachten.
Vorbereitungen für einen Flug mit dem EM-Bird

 

Die australischen Kollegen beim Einsatz Ihres ROV (Tauchroboter)

 

Das Camp der Taucher

 

POLARSTERN eingefroren

 

Großer Eisberg

 

Robert und Thomas beim Kalibrieren eines GEM Eisdickensensors